*

*
Eine Familienradreise durch Südamerika

Essen wie im Kommunismus,aber mit Bananen.

Als Vegetarier nimmt das Suchen nach Essen einen Großteil der täglichen Zeit in Anspruch, und stellt sich für mich (T) als häufig schwieriges unterfangen dar.
Das beschaffen von vegetarischem  Essen zieht sich in so ziemlich jedem Ort, manchmal bis zu 1,5 Stunden hin.
Zum Frühstück ist die Auswahl in einer panederia (Bäckerei) recht einfach.
Es gibt Weizen Brot in folgenden Varianten: Süß, süß mit einer Art von Marmelade oder einem streifen Käse gefüllt, mit und ohne Zucker als Topping. Selbstverständlich gibt es diese Bandbreite auch als Fleischvariante....fragen ist somit unerlässlich!
Frühstückt man außerhalb einer panederia, so kommt das Frühstück dem Mittagessen gleich.
die Flexibilität der hiesigen Restaurants ist etwas eingeschränkt  und jede Mahlzeit wird nur mit Fleisch serviert.
Es gibt eine Bandeja - ein Teller mit Fleisch jeglicher Sorten, Würstchen, Eier und Reis.
ansonsten gibt es eigentlich immer und in jedem Ort nur die gleichen Restaurants.
Beginnen wir mit der Pizzeria, die in jedem Ort ansässig ist. Pizza Hawaii mit Schinken und Käse, Pizza Funghi mit Hähnchen und Käse, beides ohne Tomatensoße.
Bei nachfragen, ob es denn nicht möglich wäre eine Pizza ohne Schinken und Hähnchen zu bekommen stößt man nur auf Unverständnis und "es no possible". Schade!
Alles kein Problem....wir ziehen weiter !
Hamburgesa : manchmal eine undefinierbar pürierte Paste aus einer Pelle gepresst, oft ohne Salatblatt, mit einem Stück geschmolzenem  Käse gebraten, serviert mit einer Rosa Soße.
Laut ( R ) kommt der Geschmack des Burgers einem Fleischkäse Brötchen nahe.
Hähnchen: frittiert, gegrillt oder gebraten,  zu finden in jeder Mahlzeit...gilt hier auch eigentlich nicht als Fleisch. Denn wenn man fragt, ob es etwas ohne Fleisch gibt, kommt gleich die nachfrage: ok, dann mit Hähnchen (con pollo)?
Perro Caliente:  bei uns bekannt als Hot Dog!
Fisch : darf in keiner Suppe fehlen, häufig zerstückelt mit Gräten.
Fische werden gefangen, und unverarbeitet in den Kochtopf geworfen, ein paar papa a la francesa dazu e voilà eine Leckerei für jung und alt.

Die Hauptbeilage Reis gibt es zu jedem Essen, welcher den Geschmack etwas runder gestaltet. Gemüse ist allgemein bekannt, wird aber sehr selten in Tellergerichten angeboten.
Jedoch kann man es an kleinen Ständen kaufen, für glückliche Selbstversorger mit Benzinkocher.
Tomaten, Brokkoli, Lauch, Zwiebeln, Karotten und co, werden wahrscheinlich nur in der Privatsphäre zu einer Mahlzeit verarbeitet.
Hier regelt wohl die Nachfrage das vegetarische Angebot, welches sich außerhalb touristischer Orte äußerst gering hält!

Ein Kulinarischer Gaumenschmaus bot sich uns jedoch unerwartet aber willkommen in Neiva, als wir zufällig in ein Veganes Restaurant namens Prashanti stolperten. Der Name verrät schon den Indischen   Hintergrund.

Ansonsten sind meine Favoriten, falls vorhanden:
Reis mit Bohnen und Ei, Brot gerne auch mit Avocado oder auch mal Arepas (auf Glut gebratene Maisfladen).

Kolumbien ist Weltweit auch bekannt im Kaffee Anbau, doch leider blieb mir der Genuß eines richtigen Kaffees  bis dato verwehrt, da dieser wohl hauptsächlich exportiert wird.
Stattdessen bekommt man Nescafe - Instandkaffee mit Zucker, manchmal auch mit Milch.

Was meine tägliche Odyssee um einiges erleichtert, sind die unzähligen Südfrüchte und Säfte die mich stehts bei Laune halten.



Das Thema Essen nimmt eine besondere Stellung ein, da beim Radfahren im Gebirge extrem viel Kalorien verbrannt werden und die Energie hierfür irgendwoher genommen werden muss.
Gespannt schau ich auf den nächsten Teller,was sich darauf wohl befindet !?


Kommentare:

  1. Na das klingt ja köstlich... Tolles Foto!

    AntwortenLöschen
  2. ...na wenigstens gibts es auch Bohnen, dann sind wir beruhigt :]
    Das Phänomen mit dem Kaffee ist oft zu finden und typisch für diese Länder. Sehr schade.

    Alles Gute weiterhin - und fahrt nicht so schnell!!

    :] Grüße aus der bude

    AntwortenLöschen
  3. Leider gibt es hier euer -Buden Anden-Mahl auch nicht.
    Wir vermissen es!
    Liebste Grüße aus den Anden :)

    AntwortenLöschen

Karte